Rückstellungen

Rückstellungen werden in der Bilanz gebildet, um ungewisse Verbindlichkeiten periodengerecht / verursachungsgerecht zu verbuchen / auszuweisen. Sie sind typischerweise in ihrer Höhe und dem Termin ihrer Fälligkeit nach noch ungewiss. Stünden Höhe und Termin bereits fest, würde es sich um Verbindlichkeiten handeln.
Rückstellungen im Jahresabschluss können z.B. gebildet werden, wenn die Firma in ein laufendes Gerichtsverfahren verwickelt ist, deren Ausgang und deren damit verbundene Kosten (z.B. für einen Vergleich, aber auch für die Anwaltskosten und Gerichtskosten) noch nicht feststehen.
Obgleich Rückstellungen damit dem Themengebiet des Rechnungswesens / Accounting zuzuordnen sind, haben sie in gewisser Weise auch einen Aspekt der Finanzierung. Grundsätzlich sollen Rückstellungen (aus kaufmännischer Vorsicht) gebildet werden, sobald mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit mit entsprechenden (späteren, zu einem ungewissen Zeitpunkt anfallenden) Zahlungen zu rechnen ist. Niemand ist aber - aus Prinzip schon nicht - die Rückstellungen tatsächlich irgendwann auszuzahlen. Wenn der Worst-case nicht eintritt, z.B. das o.g. Gerichtsverfahren gewonnen wird und dessen Kosten durch die Gegenseite getragen werden, müssen die Rückstellungen später wieder aufgelöst werden und erhöhen damit wieder den zu versteuernden Gewinn. In dem Jahr, in dem Rückstellungen gebildet wurden, konnte durch die Rückstellung jedoch der zu versteuernde Gewinn gedrückt werden - und damit die kurzfristige Steuerlast. Damit ist dem Unternehmen erst einmal (aufgrund der geringeren Steuerzahlung) ein gewisser zusätzlicher Finanzierungsspielraum entstanden.
Ob und inwieweit bei Auflösung von Rückstellungen Zinsen im Kontext der Besteuerung anfallen, soll in einem späteren Beitrag geklärt werden.

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Der Titel des Master of Business Administration

Wenn Sie einen Hochschulabschluss als Ingenieur, als Jurist, Mediziner oder in Natur- oder Geisteswissenschaften haben und sich für eine Tätigkeit als Manager in Ihrem Unternehmen interessieren, dann können Sie durch einen MBA (Master of Business Administration) diese Qualifikation erwerben. Dieses Kürzel steht auch für den nach Abschluss des Studiums erworbenen akademischen Grad.

Da dieser Studiengang in Europa in den Bologna-Prozess einzuordnen ist, ist ein erster Studienabschluss für die Zulassung an einer MBA-Hochschule Voraussetzung. Nur in Ausnahmefällen kann davon abgesehen werden und auch nur bei einigen wenigen MBA-Anbietern, etwa wenn Sie über weitreichende Kenntnisse und Erfahrungen als Manager verfügen.

Einheitliche Aufnahmekriterien gibt es in den deutschen Hochschulen oder kommerzielen MBA Business Schools jedoch nicht. Daher können Sie sich nur durch persönliche Anschreiben an den Studienleiter bzw. der Zulassungkommission und Vorlage entsprechener Unterlagen an den Hochschulen bewerben. Vor Aufnahme findet in der Regel ein Bewerbungsgespräch statt, in dem auch die Kenntnisse in der englischen Sprache getestet werden.

Haben Sie dann die Zusage zum Studium, müssen Sie entscheiden, ob Sie es berufsbegleitend, als Vollzeitstudium oder ein Fernstudium durchführen. Zu erwähnen ist, dass ein MBA zwischen 1000 € und 60000 € kosten kann.

Die Regelstudienzeit liegt bei einem Vollzeitstudium bei ein bis zwei Jahren. Für diese Zeit können Sie unter Umständen von Ihrem Arbeitgeber beurlaubt werden, da er ja selbst ein Interesse hat, dass Sie diesen Abschluss machen.

Entscheiden Sie sich für ein MBA Fernstudium, müssen Sie damit rechnen, dass neben Präsenzveranstaltungen auch ein Auslandsaufenthalt verlangt wird.

Der Lehrplan des MBA-Studiums deckt alle funktionalen Managementfunktionen wie Wirtschaftsrecht und Personalmanagement ab. Aber auch unternehmerisches Denken, Führungsverhalten und Kommunikationsfähigkeit wird trainiert. Wie im Erststudium auch müssen Sie am Ende eine Abschlussarbeit, die Masterthesis, erstellen.

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Ausgewählte Wissenspakete für und aus dem MBA Studium

In diesem Blog werden im Laufe der nächsten Monate kurze Wissenspakete veröffentlicht, die typischerweise im Kontext eines MBA-Studiums auftauchen und/oder benötigt werden. Ob Finanzen, Personalmanagement oder Marketing - sortiert in diversen Rubriken soll so im Laufe der Jahre eine Bibliothek der wichtigsten Themen entstehen, die man für das MBA-Studium bzw. die Arbeit als MBA Absolvent später benötigen kann. Dieses Blog ist eine Ergänzung zu unserem MBA-Ratgeber, der sich unter www.mba-ratgeber.de mit dem Thema MBA auseinandersetzt. Viel Spaß beim Lesen - und ggf. im MBA Studium :-)!

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