Die konfliktlösende Funktion von Unternehmenszielen

Die Betriebswirtschaftslehre bzw. die Literatur dazu setzt sich auf einem sehr abstrakten Niveau mit dem Thema der Unternehmensziele auseinander. Viel wird hier theoretisiert. Einige Punkte liegen auf der Hand, dass klar definierte, messbare Ziele allein schon deshalb benötigt werden, um die Unternehmensleistung bzw. die Leistung des Unternehmers, der Manager und der Mitarbeiter insgesamt messbar und vergleichbar zu machen. Eine Idee, die seltener kommuniziert wird, ganz sicher aber richtig scheint: Unternehmensziele haben eine konfliktlösende Funktion im Unternehmen. Nämlich immer genau dann, wenn es darum geht, dass Manager unangenehme Entscheidungen treffen und unbeliebte Maßnahmen treffen müssen.

Wie Macharzina in seinem Wälzer “Unternehmensführung” (s.u.) schreibt:

Zudem erfüllen Unternehmensziele eine Legitimationsfunktion, da Entscheidungsträger ihre Entscheidungen, zum Beispiel über die Anwendung einer unpopulären Maßnahme, gegenüber unternehmensinternen und -externen Akteuren dadurch verdeutlichen und rechtfertigen können, dass sie im Hinblick auf übergeordnete Ziele als formallogisch richtig und daher zielkonform erwiesne sind. Unternehmenszielen ist insofern auch eine wichtige konfliktlösende Funktion zu Eigen.”

Vgl. Macharzina, Klaus: Unternehmensführung - Das internationale Managementwissen — Konzepte - Methoden - Praxis, Seite 191, Gabler

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